Jan Altmann wurde im traditionsreichen Erzgebirge / Deutschland geboren. In der Kurrende der Kantorei Schwarzenberg wurde er in jüngster Kindheit an die Musik herangeführt. Daraus erwuchs der Wunsch, Sängerknabe im weltbekannten Dresdner Kreuzchor zu werden – er besuchte die Kreuzschule in Dresden. Das intensive musikalische Proben, die Arbeit mit Chorleitern wie z.B. Prof. Martin Flämig und Konzertreisen bis Japan und Kanada prägten seine Liebe zur Musik. Auch erster Dirigierunterricht und die Arbeit als Chorpräfekt in diesem Chor sollten prägend für seinen Beruf werden. Er studierte an der Dresdner Musikhochschule Chor- und Orchesterleitung, Klavier, Arrangieren und Komposition. Als langjähriger Assistent des Dresdner Kammerchores sammelte er schon im Studium wertvolle Erfahrungen. Durch die Arbeit mit Chor und Orchester wie z.B. dem Dresdner Barockorchester oder La Stagione Frankfurt festigten sich seine Klangvorstellungen des Chorgesanges. Sein Vorbild und Lehrer war Prof. Hans-Christoph Rademann, von  dem er eine umfassende Ausbildung und wertvolle Tipps für die Praxis vermittelt bekam: das Geheimnis, wie ein Satz aus Noten und Worten zu einer beseelten Interpretation wird.

„ Bei einem Chor müssen viele Individuen zu einer Einheit werden. Es braucht einen runden Klang - Gemeinsamkeit und gegenseitiges Zuhören sind sehr wichtig. Der Text wird durch die Musik verdeutlicht – beides ist untrennbar miteinander verbunden. Unsere Aufgabe als Sänger ist es, auf diese Weise dem Zuhörer das Kunstwerk nahe zu bringen. Das heißt für uns oft genaue Arbeit an Textverständlichkeit, Dynamik und Intonation. Ein gutes Körpergefühl ist die Basis für gute Atmung, die wiederum den Klang bestimmt.“


Assistenzen verbanden Jan Altmann auch mit dem Philharmonischen Chor Dresden und dem Chor der Hochschule für Musik. Ab 2002 war er an der Oper in Leipzig als Chorassistent, Solokorrepetitor und Leiter des Kinderchores angestellt. Die Arbeit mit Kindern öffnete seinen Blick für die Natürlichkeit des Chorsingens einerseits – andererseits war es eine besondere Aufgabe, die Qualitätsmerkmale guter Musik auch für jedes Alter deutlich zu machen.

Vom Kinderchor zum Opernchor: ab 2005 wechselte Jan Altmann als Chordirektor an das Theater Görlitz. Im historischen Bau des Theaters, was liebevoll die „kleine Semperoper“ genannt wird, kamen Opern wie „Die Zauberflöte“,  „Ein Maskenball“ oder auch Operetten wie z.B. „Gräfin Mariza“, „Die Blume von Hawai“ und das Musical „Kiss me Kate“ unter seiner Leitung zur Aufführung.

„Die Koordination von Orchester und Bühne war immer eine besonders spannende Aufgabe für mich. Durch die jahrelange Erfahrung im Umgang mit Gesang und der menschlichen Stimme ist mir immer bewusst, dass jeder Sänger, bevor ein Ton entsteht, die Weite und den Atem braucht. Das ermöglicht dem Musizierenden, einen freien, klaren und offenen Klang zu bilden.“


Freischaffende Tätigkeiten als Dirigent verbanden Jan Altmann mit verschiedenen Orchestern der sächsischen Region. Als Pianist und Sänger erfüllte er sich den Traum, in kleineren Ensembles von Barock bis Salonmusik und Jazz zu musizieren, und als Chorleiter war er u.a. als Gast beim WDR-Rundfunkchor in Köln und dem Choer de Radio France Paris tätig. Seit September 2009 - 2012 leitete er den Opernchor des Landestheater Tirol und ist derzeit deutschlandweit als Künstler und Pädagoge, aber vor allem in Schwarzenberg und Berlin tätig.

 

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